🌸 #4 – Kilometerstand 15.555
In der Nacht hatte es geregnet.
Richtig geregnet.
Als ich morgens die Tür öffnete, war alles frisch. Die Luft war klar. Die Sonne kam langsam wieder hervor.
Und plötzlich war sie da.
Diese Ruhe.
Die Aufregung des ersten Tages war verschwunden.
Wir waren nicht mehr kurz vor der Reise.
Wir waren mittendrin.
Luna hatte die erste Nacht gut überstanden.
Ich hatte meinen Call gehalten.
Drei Stunden sogar.
Der erste Reisetag lag hinter uns.
Und jetzt ging es weiter.
Nach Leipzig.
Während ich die letzten Dinge verstaute und den Motor startete, fiel mein Blick auf den Kilometerstand.
15.555.
Ich musste lächeln.
Nicht weil ich Zahlen hinterherjage.
Sondern weil mich die Fünf in diesem Jahr ständig begleitet.
Für mich steht sie für Freiheit.
Letztes Jahr war ein Jahr der Vier.
Ordnung schaffen.
Aufräumen.
Loslassen.
Struktur.
Dieses Jahr fühlt sich anders an.
Weiter.
Leichter.
Freier.
Und genau in dem Moment, als wir Lüneburg verließen und das nächste Kapitel begann, zeigte mein Tacho:
15.555.
Ich musste schmunzeln.
Vielleicht war es einfach nur ein Kilometerstand.
Vielleicht war es aber auch eine Erinnerung.
Daran, dass Freiheit nicht erst in Rovinj beginnt.
Nicht am Meer.
Nicht am Ziel.
Sondern genau hier.
Auf dem Weg.
Mit einem Hund auf dem Beifahrersitz.
Mit einem Wohnmobil voller Geschichten.
Und mit dem Vertrauen, dass die Reise genau richtig verläuft.
Auch wenn ich noch nicht weiß, wohin sie mich führen wird.
Dann startete ich den Motor.
Leipzig wartete.
Und wir fuhren los.
Die Geschichte beschreibt den Übergang:
Nicht mehr aufbrechen. Sondern unterwegs sein. ✨🌸📖
